Die Mottenfamilie ist vollständig

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Es ist vollbracht! Und während der Rock noch einigermaßen zügig fertiggestellt war, hab ich diesmal richtig Arbeit investiert.

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Schnitt | selbst konstruiert
Stoff | Viskose-Leinen (von örtlichen Stoffdealer)

Stickerei
Outline Stitch (YT-Video) | Long & Short Stitch
(Vertical) Fly Stitch (YT-Video) | Split Stitch

lineart

Schnitt

Der Schnitt ist von Grund auf selbst konstruiert und zurecht gebastelt – mithilfe des Hofenbitzers Band 2 und den geduldigen Damen von den Hobbyschneiderinnen. Die Motte hab ich von Pinterest stibitzt und abgemaltstickt…

Nachdem ja mein letzter Versuch aus meinem Grundschnitt was produktives zu basteln gnadenlos gescheitert ist, ist diesmal zumindest etwas tragbares dabei rausgekommen. Es hat noch einige Macken, aber die dürfen jetzt gern mit jedem weiterem Versuch etwas weniger werden.

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Man sieht es ja, ganz ideal ist die Passform noch nicht, es wirft noch einige Falten die es nicht sollte, die Abnäher sitzen auch nicht ganz da wo sie sollen, aber aktuell steh ich auch auf Kriegsfuß mit all meinen BHs also hab ich das schon vermutet. Die eine Schulter hab ich außerdem vermurkst, ich weiß gar nicht was da schief gelaufen ist.
Bei manchen Bewegungen kneifen die Armausschnitte ein bisschen, aber es ist ertragbar. Das Top wird gern getragen und ich halte es den ganzen Tag aus ohne dass ich es mir vom Leib reißen will. Nicht selbstverständlich für ein Oberteil aus Webware.

Was mich wirklich nervt ist, dass die verfluchten Brustabnäher schon wieder Beulen an den Spitzen haben! Ich hab mir soviel Mühe gegeben und mittlerweile gefühlt jede Anleitung die mir unter die Finger gekommen ist durchgeackert um das zu verhindern. Muss der Familienfluch sein.

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Der Schnitt ist im Grunde ganz schlicht und einfach, ein gerades Top, schräge Brustabnäher, Rückennaht und die hinteren Schulterabnäher hab ich in den rückwärtigen Halsauschnitt verlegt. Ein ganz nettes Detail von dem ich wieder mal vergessen hab Aufnahmen zu machen. Damit die Stickerei der eigentliche Star bleibt ist auch die Versäuberung ganz schlicht gehalten. Ich hab einen kombinierten Beleg für Hals- und Armausschnitte gebastelt (ebenfalls nach dem Hofenbitzer, müsste diesmal aber der erste Teil sein) und auch der Saum ist von Hand unsichtbar versäubert. Die Verarbeitung des Belegs würde ich nächstes Mal aber definitiv anders machen, die eine Seite hab ich mit der Burrito-Methode versucht, aber das war so ein Kampf, dass ich beim zweiten Armloch gekniffen und es von Hand verschlossen hab.
Leider ist mir wie so oft erst im Nachhinein aufgegangen, dass es noch andere Methoden gibt…

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Die Hundehaare gibt’s immer und überall gratis dazu.

Was ich aber sehr cool finde ist die Verstärkung die ich für den Beleg verwendet habe. Statt normaler Bügeleinlage hab ich nämlich einen sehr dünnen Baumwoll-Batist mit Klebepunkten auf der Rückseite gefunden, den man genau wie Einlage aufbügeln kann. Eigentlich war der ein Fehlkauf, dass er zum aufbügeln ist hab ich nämlich überlesen. Aber offenbar war es Schicksal, hierfür ist er nämlich perfekt geeignet gewesen, auch wenn ich Dinge zum einbügeln nach wie vor irgendwie blöd finde.

Ich werde ihn noch verlinken, sobald ich rausgefunden hab wo ich den bestellt habe…

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Ursprünglich war der Plan alle weiteren Nahtzugaben mit den Resten Schrägbandes vom Rock zu versäubern, aber das ist zum einen an der Menge gescheitert (für den Saum hätte es allerdings noch gereicht) und zum anderen hatte ich Sorge, dass das Ganze dann vielleicht zu steif wird, das weichste Schrägband auf Erden ist es nämlich nicht und eher von der etwas festen Sorte.

Aktuell ist jede Naht auf eine andere Art versäubert. Eine hab ich umgeklappt und festgenäht, eine ist nur mit Zickzackstich versäubert und eine Variante aus beidem gibt’s auch. Vielleicht rüste ich die fehlenden Zugaben noch nach was das umklappen angeht, aber es wirkte nicht allzu stabil und so hab ich beschlossen erstmal zu gucken ob es den Aufwand überhaupt wert ist. Optisch sieht das nämlich ganz gut aus…

Stickerei

Der ursprüngliche Plan war übrigens ein schlichtes, einfarbiges Motten-Lineart – passend zum Rock. Naja, das ist gescheitert und sie gefällt mir so ausnehmend gut.

Der Großteil ist im selben Grauton wie die Motten auf meinem Rock gestickt, die Akzente jeweils etwas helleres und etwas dunkleres Grau.

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Größtenteils ist sie im ‘Outline-Stitch’ gearbeitet, quasi ein Stielstich nur umgedreht und wirkt so etwas ruhiger wie ich finde. Den werde ich wohl noch öfter verwenden. Die Flächen sind mit langen und kurzen Stichen gefüllt und ein paar Fly-Stitches sind auch versteckt.

Gestickt wurde vor dem Nähen – und vor dem Zuschneiden, zumindest vor dem genauen Zuschneiden. Ich hab das Vorderteil aufgezeichnet, mit Heftstichen umrandet und grob drumherum geschnitten. Zum Übertragen hab mir eine Art Lichtkasten gebastelt bestehend aus einer Plastikkiste, der Glasscheibe eines großen Bilderrahmens und einer Tischlampe und den ganzen Spaß mit einem weißen Gelstift übertragen. Hat sehr gut funktioniert, ich bin aber auch froh, dass er nach dem Waschen wieder raus gegangen ist – nach der ersten Wäsche war er zwar verblasst aber durchaus noch gut sichtbar.

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Sonstiges

Mit den Fotos hatte ich übrigens unverschämtes Glück, Montag hab ich die Fotos geschossen und Dienstag sind die ganzen Blüten im Sturm einfach weggeflogen. Wenn das mal kein Spitzen-Timing ist! Außerdem hab ich mal was neues versucht, nämlich freundlich gucken und mich freuen. Naja.. zumindest auf manchen Bildern xD

Kaum zu fassen, aber das Top ist doch tatsächlich schon Stück Nummer meiner Make-Nine-Liste, nämlich das (relativ) schlichte, schwarze Top.

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Verlinkt beim MeMadeMittwoch

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